"Metal matters - Heavy Metal als Kultur und Welt"

Die interdisziplinäre Tagung am 3. bis 5. Juni 2010 an der HBK Braunschweig, organisiert von Rolf F. Nohr und Herbert Schwaab

Anfang Juni 2010 hat die Tagung "Metal matters - Heavy Metal als Kultur und Welt" in Braunschweig versucht, eine Leerstelle der Kultur- und Medienwissenschaft mit auszufüllen und die Komplexität des Phänomens Metal herauszustellen. Dieser Blog bündelt die Perspektiven der Konferenz und versucht den dort interdisziplinär zusammengeführten Strom aus Ideen, Projekten und Perspektiven vorläufig fortzuführen.

Donnerstag, 10. März 2011

Guttenberg will zum Abschied Deep Purple hören

Smoke on the Water, intoniert vom Stabsmusikorps beim großen Zapfenstreich zum Abschied von KTzG. Man fragt sich, was Blackmore, Gillian et. al. weniger verdient haben - die Schnädderedeng-Version ihres Gassenhauers oder auf der Tracklist des Freiherrens zu stehen.
Andererseits: "... [he] ended up at the Grand Hotel. It was empty cold and bare"

Dienstag, 1. März 2011

Metal bei Wild Germany / ZDF Neo

Untenstehender Link führt direkt zur Sendung "Wild Germany", die sich am 26.2. ganz dem Heavy Metal widmete (und die online erst ab 22 Uhr verfügbar ist, um die Jugend zu schützen). Wie schon die relativ desaströse Sendung zuvor zum Thema Crystal Meth, in der sich der 'Journalist' unfähig zeigte, die Namen der Orte auszusprechen, an denen er sich befand, gibt es auch hier ein wunderbares Beispiel, an dem man als Zuschauer seine Medienkompetenz schulen kann. Wenigstens kommen einige interessante Interviewpartner zu Wort, unter anderem Debauchery-Sänger Thomas Gurrath, der sich zu seinem Berufsverbot äußert. Highlight: Der Erzähler und Protagonist der Sendung erklärt zu Beginn, er habe auch mal Metal gehört, nämlich Guns n' Roses, Metallica und DRI, ist sich aber nicht zu blöd, später im Darkthrone-Shirt verkleidet bei einem Konzert aufzukreuzen. Investigativer Journalismus at its best.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/interaktiv/1247160/Wild-Germany#/beitrag/video/1265742/Wild-Germany---Metal

Sonntag, 27. Februar 2011

Verkehrte Ökologie - Melancology

Unter untenstehendem Link findet sich ein Bericht von Dominik Irtenkauf zum Black Metal Theory Symposium 2 (Dominik war auch bei Metal Matters dabei):

"Akademiker, Journalisten und Künstler trafen sich beim Black Metal Theory Symposium 2
Innerhalb der Subkulturforschung zur Heavy Metal-Szene und ihrer einzelnen Subgenres hat sich im Dezember 2009 zum ersten Mal eine Gruppe von Akademikern, Journalisten und Künstlern zusammengefunden, die sich einer Unterart des Heavy Metals im Rahmen der [extern] Black Metal Theory annimmt. Es fand ein erstes Symposium in Brooklyn (New York) statt. Ein zweites [extern] Symposium wurde für Januar 2011 anberaumt und rückte die Rolle der Ökologie im Black Metal in den Fokus. Die einzelnen Vorträge unterstrichen deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine herkömmliche akademische Forschung handelt. Es ergibt sich eine zuweilen häretische Polyphonie, ganz im Gegensatz zum Black Metal, der häufig mit Wiederholungen und vorgegebenen (musikalischen und konzeptionellen) Mustern arbeitet."

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34236/1.html

Freitag, 18. Februar 2011

Dalriada - Für Freunde des Folk-Metal

Für Freunde des Folk-Metal,

sei hier kurz auf das heute erschienene Album „Ígéret“ („Versprechen“) der ungarischen Band „Dalriada“ verwiesen. Nach meinem Empfinden ist dies das folkigste Album der Gruppe. Wer sich vom gewöhnungsbedürftigen Cover nicht abschrecken lässt, wird dafür mit einer gelungenen Mischung aus ungarischer Folklore, einem Touch Mittelalter und Power-Metal belohnt. Selbst der eher durchschnittliche Gesang der Frontfrau Laura Binder hat sich seit dem letzten Album weiterentwickelt – Growls und Screams gehören jetzt auch in ihr Repertoire (vgl. „Hajdútánc“ – „Tanz der Hajduken“). Jonne Järvelä, der Sänger der Band „Korpiklaani“ ist auf einem Song zu hören – eine Geste, die für die musikalische Nähe beider Bands stehen kann. Insgesamt, so denke ich, eine Scheibe, die man recht schnell lieb gewinnen kann, wer auf schnell gespielten, immens abwechslungsreichen und natürlich melodiösen Folk-Metal steht.

Hier eine Kostprobe:



Montag, 7. Februar 2011

Gary Moore (4. 4. 1952 - 6. 2. 2011)

"All the players I looked up to - Beck , Clapton , Hendrix , Peter Green - had a unique voice on the guitar. You don't really hear that now in pop music." (Gary Moore, 2004)

Mittwoch, 2. Februar 2011

70.000 Tons of Metal

»Durch Kreuzung oder Hybridisierung von Medien werden gewaltige neue Kräfte und Energien frei...« schreibt Marshall McLuhan in Understandig Media in einem Kapitel mit der bezeichnenden Überschrift »Energie aus Bastarden«. Alls kennzeichnend für unsere Kultur entwirft er so die Idee der Hybridisierung, also Mischform von zwei vorher getrennten Systemen. Ein gutes Beipsiel dafür wären bspw. die Systeme "Metal" und "Kreuzfahrt". Lässt sich nicht hybridisieren? Lässt sich sehr wohl - zur ersten "Heavy-Metal-Kreuzfahrt"

Mittwoch, 19. Januar 2011

CfP Sonic Doom: Decay, Disease, and Destruction in Music

From the Requiem Mass to death metal, from mourning to torture, music has long been used as a means of evoking, communicating, and sometimes creating decay, disease, and destruction. Music can represent otherwise inexpressible states of sublimity and pain, and can function as a means of representing, mediating, and understanding violence and loss.
We invite you to join us in opening new dialogues on the darker side of musical and sonic culture. The many possible avenues of inquiry include, but are not limited to, investigations of violence, death, and disease in music, the destructive or restorative possibilities of sound, the effects of music and sound on the body, and questions of decadence and decay.
"Echo: a music-centered journal" is pleased to announce its fifth annual conference, "Sonic Doom: Decay, Disease, and Destruction in Music," to be held at UCLA on May 13-14. James Deaville (Carleton University) and Mitchell Morris (University of California, Los Angeles) will give the keynote addresses. Scholars from all disciplinary and methodological backgrounds are invited to submit proposals for papers on this theme. We also welcome proposals for presentations that deviate from the standard paper format, including performances, lecture recitals, multimedia work, etc.
Presentations will each be twenty minutes long (around 2400 words), followed by ten minutes for discussion.Individual presenters should submit an abstract of 300 words or less, and should also include: 1) the paper or presentation title; 2) the author's name and a brief biography (50-100 words); 3) institutional affiliation and contact information; 4) audio-visual requirements. Proposals for pre-arranged panels of two or three papers are also welcome (although individual papers from panel submissions might be selected separately). Panel proposals should include all of the above requirements for each member of the panel, as well as a separate, more general description of the panel's overall theme (200-250 words).
Submissions must be received by March 1, 2011 and may be sent electronically to echoconf at ucla.edu. For submission details see: http://www.echo.ucla.edu/Volume9-Issue1/conference11.html.