"Metal matters - Heavy Metal als Kultur und Welt"

Die interdisziplinäre Tagung am 3. bis 5. Juni 2010 an der HBK Braunschweig, organisiert von Rolf F. Nohr und Herbert Schwaab

Anfang Juni 2010 hat die Tagung "Metal matters - Heavy Metal als Kultur und Welt" in Braunschweig versucht, eine Leerstelle der Kultur- und Medienwissenschaft mit auszufüllen und die Komplexität des Phänomens Metal herauszustellen. Dieser Blog bündelt die Perspektiven der Konferenz und versucht den dort interdisziplinär zusammengeführten Strom aus Ideen, Projekten und Perspektiven vorläufig fortzuführen.

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Dienstag, 19. November 2013

Verwandtschaftsverhältnisse

Es gibt ja diese lustige Idee, dass ein jeder mit einem jeden global gesehen über durchschnittlich sechs Ecken bekannt ist. Kann man natürlich super Spielchen mit spielen – z.B. wenn man Musiker/Band-Databases nimmt und den entsprechenden Algorithmus implementiert. Das hat hier einer gemacht: und jetzt kann man überprüfen, um wie viele Ecken Mayhem mit Barry Manilow bekannt ist. Erst wetten, dann ausprobieren (Tip: klassische Komponisten sind auch Musiker…)

Montag, 4. Februar 2013

CFP: Populäre Musikkulturen im Film.

Populäre Musikkulturen im Film. Transdisziplinäre Perspektiven auf Formen, Inhalte und Rezeption des fiktionalen und dokumentarischen Musikfilms
(Hamburg, 22.-24.11.13 // 30.04.13)
In Kooperation: Universität Hamburg, Hochschule für bildende Kunst Hamburg (HfbK) sowie dem Arbeitskreis Filmsoziologie in der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Der Film ist ein „Schlüsselmedium der Rock- und Popmusik“ (Rock and Pop in the Movies 1: S. 7) und stellt eine wichtige Form der medialen Kommunikation über und in populären Musikkulturen dar. Die internationale Verbreitung von Rock- und Popmusik wäre ohne den Film kaum denkbar. Umso erstaunlicher ist es, dass diesem Medium der Darstellung und Verbreitung von Musik und Musikkulturen weder in den Filmwissenschaften noch in den Kultur- und Sozialwissenschaften größere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dabei begleiten filmische Darstellungen, fiktionale wie dokumentarische, die Geschichte(n) der Pop- und Rockmusik, ihre Szenen und Fans, ihre MusikerInnen und Stars, ihr soziokulturelles und produktives Umfeld, ihre Festivals und Konzerte sowie ihre identitätsstiftenden Narrative. Fiktionale wie dokumentarische Filme arbeiten an der Mythen- und Legendenbildung von Musikkulturen, ihrer Protagonisten und Szenen, ihrer Instrumentierungen und Aufführungsorte, sie dienen gleichzeitig der sachlichen Aufklärung, Orientierung und Information sowie der Kollektivierung ihrer Anhänger und Fans. Die thematischen Bezugsfelder musik(dokumentar)ischer Filme erstrecken sich über alle Bereiche des Musikereignisses: von der Musikproduktion über die Musik als performative Kunstform bis hin zur Musikrezeption. Die inhaltliche wie ästhetische Bandbreite musik(dokumentar)ischer Darstellungsmöglichkeiten und Nutzungsformen ist somit denkbar weit und differenziert sich in eine Vielzahl weiterer Subgenres: Biographische Filme, Porträtfilme, Bandbiographien, Konzertfilme, ethnographische Szeneerkundungen, inszenierte Fake-Dokumentationen, Dokufiktionen, Produktions- und Tourneefilme, Fanfilme, Filme mit Musikerstars, Musik- und Videoclips usw. weisen auf die Unterschiedlichkeit und Vielfalt musik(dokumentar)filmischer Darstellungen und Narrative hin.
Die Herstellungsbedingungen von Filmen haben sich im Zuge technischer Entwicklungen in den letzten Jahren verbilligt und vereinfacht. Damit haben sich auch die Produktion und Rezeption von Musik(dokumentar)filmen noch einmal erheblich gesteigert. Die Grenzen zwischen Produzenten und Rezipienten verschwimmen. Heutzutage verfügt beinahe jede(r) MusikerIn, jede Band, jede Szene, jede Musikkultur über ihre eigenen, oftmals mehrfachen filmischen Darstellungen, so einfach diese auch in ihrer ästhetischen Qualität sein mögen. Während Musik(dokumentar)filme in Kino und Fernsehen traditionell schon immer ihr Publikum fanden, eröffnet das Internet ganz neue Horizonte und pluralisiert die Formen der Distribution und Rezeption.
Was aber ist ein Musik(dokumentar)film? Ein durch Bilder begleitetes Musikwerk? Oder aber die (Audio-)Visualisierung von Musik? Zählen etwa Musik- und Videoclips oder Live-Aufnahmen dazu? Wie kommt Musik ins Bild, wie kann sie audiovisuell inszeniert werden? Welche Rolle spielt die Musik im Musik(dokumentar)film, in welchem Verhältnis steht der Film zur Musik? Gibt es eine Sichtbarkeit von Tönen und wie sieht diese aus? Aber auch: Welche Bedeutung haben Musik(dokumentar)filme für ihr soziokulturelles Umfeld? Wie sind Musik(dokumentar)filme in verschiedene Rezeptionskontexte eingebettet, wie werden sie genutzt und in Fankulturen eingebunden? Welche weiteren Subgenres musik(dokumentar)ischer Filme lassen sich differenzieren? Schließlich: Wodurch unterscheiden sich fiktonale von dokumentarischen Darstellungen?
Die Veranstaltung möchte einen transdisziplinären Blick auf Produktions-, Darstellungs- und Rezeptionsbedingungen des musik(dokumentar)ischen Films aus sämtlichen thematischen Bereichen in der Rock- und Popmusik werfen. Erwünscht sind Vorstellungen laufender Projekte oder abgeschlossener Arbeiten in theoretischer, methodischer oder empirisch-praktischer Perspektive. Für eventuelle Filmvorführungen stehen uns die entsprechenden Räumlichkeiten der Hochschule für bildende Kunst zur Verfügung.
Bitte senden Sie uns Ihr Abstract (1 Seite) mit einer Kurzvita bis zum 30. April 2013 an Bernd Schoch (HfbK) (burntbernd@gmx.de) oder Carsten Heinze (Universität Hamburg) (carsten.heinze@wiso.uni-hamburg.de)

Donnerstag, 22. März 2012

World Music


Anlässlich des soeben erschienenen schönen Coffee-Table-Books über Metalheadz von Jörg Brüggemann sei hier doch einmal ausführlich aus dem Vorwort zitiert... jedoch auch darauf verwiesen, dass die Herren Richter, Dörting, Gehrs und Petrozza auch Erhellendes beigetragen haben...


Weltmusik
Irgendwann um die 1970er Jahre herum ist etwas mit dem Rock´n´Roll geschehen. Irgendwo zwischen Blue Cheer, Led Zeppelin, Iron Butterfly oder Black Sabbath erklang ein heavy Gitarren-Riff, begann jemand auf eine ganz bestimmte Weise von den Nachtseiten des Lebens zu singen – und alle drehten den Lautstärker-Regler ganz weit nach oben. Wenn wir uns heute, ein halbes Leben später, fragen, was da geboren wurde und ob es noch lebt, dann hilft es wenig, MTV anzuschalten und auf eine Episode von »The Osbournes« zu warten. Wenn wir wissen wollen, ob der Bastard des Rock´n´Roll lebt, dann müssen wir auf unzählige Felder, Äcker und Arenen Europas gehen, in verbotene Clubs im Iran, einen Plattenladen in Peking, in eine Bar in Jakarta, zu den Xavante nach Mato Grosso oder das Desert Rock Festival nach Dubai.

Der Heavy Metal hat sein ›heavy‹ verloren und ist nur noch Metal. Metal ist kein Genre mehr, nicht mehr eindeutig musikalisch zu benennen oder einzugrenzen, sondern eine facettenreiche, lang- und quicklebendige, in eine unüberblickbare Menge von Sub-Sub-Genres aufgesplitterte Kultur. Die aber ein Gesicht hat, oder besser noch: einen Körper. Einen schwarz gekleideten Körper, einen mit Aufnähern und Band-T-Shirts lesbar gemachten Körper, einen Körper der schwitzt, seine Haare fliegen lässt, einen Körper, der tanzt, brüllt, berauscht ist. Metal ist der Körper des Fans, Metal ist Power.

Power, so schreibt der amerikanische Musikwissenschaftler Robert Walser, ist neben der Intensität der Erfahrung, der Freiheitsanmutung und dem Gemeinschaftsgefühl eines der wichtigsten Elemente, die die Kultur des Metals auszeichnen. Damit aber gibt Walser den Fingerzeig, der zu verstehen hilft, was Metal ist. Metal, das ist der Fan. Wer verstehen will, was Metal ist, der darf nicht (nur) die Musik hören, der muss (vor allem) die Fans sehen. Und der muss ein ganz bestimmtes Spezifikum dieser Kultur verstehen, nämlich dass es beim Metal ›nur‹ um die Musik geht: »Man kann sich jemanden vorstellen, der von sich behauptet, Punk zu sein, ohne Punk zu hören. […]Im Gegenversuch scheitert das Gedankenexperiment: Es lässt sich nicht sinnvoll ein Metal-Fan konzipieren, der keinen Heavy Metal hört« (Tobias Winnerling).

Metal ist also eine Kultur, die ›nur‹ aus Musik und ›nur‹ aus einem Musik-Fan besteht. Was wie eine negative Beschreibung anmutet, führt aber zum einzigartigen Kern des Metals. Metal ist eine Subkultur, die auf das Wesentliche reduziert ist – die power der Musik, auf einen Ritus, die Musik und Musikhören als Sinnstiftung feiert, die Musik zur Messe macht. Die Fotos in diesem Buch zeigen uns diese Fans: quer durch die Kontinente und Nationen, quer durch die Generationen – quer durch die Geschlechter. Es sind schwarz-blau uniformierte Fan-Körper, die aber ihre Lederjacken, T-Shirts und Tatoos nicht nur als Ausdruck der Zugehörigkeit zur Metal-Army tragen, sondern auch als Ausdruck bedingungsloser und sinngebender Individualität. Keine Kutte gleicht der anderen, das corpsepaint ist ein Einzelstück und das Bandshirt ist zwar immer ein auch ein Bekenntnis zur globalen Merchandising-Kultur, aber eben auch ein Statement über die ganz eigene Verfasstheit seines Trägers. Ein zwölfjähriger Spanngenträger im Accept-Shirt hat viel, letztlich aber eben auch recht wenig mit einem 20jährigen Cannibal Corpse-Träger gemein.

Die Bilder zeigen uns, dass die Idee des typischen Metal-Fans als weißem, pubertierendem Jungen aus dem Vorort oder der Provinz ein Klischee ist. Natürlich sind auch weiße pubertierende Jungs Metal-Fans (und tragen Spange zum Accept-T-Shirt) – aber im Gegensatz zum Miley Cyrus-Konzert steht die begleitende Mutter hier nicht an der Rückwand der Halle und wartet darauf, den Sprössling endlich wieder nach Hause fahren zu können. Hier steht die Mutter ebenfalls in der ersten Reihe, wo sie wohl auch schon vor 20 Jahren gestanden hat. Und vor allem: Der pubertierende Junge ist nicht nur weiß. Im Gegenteil ist er in jeder denkbaren Hautfarbe auffindbar, manchmal auch ein Mädchen, und manchmal hat er oder sie die Pubertät auch schon weit hinter sich gelassen.

Metal stiftet Sinn und strukturiert den Alltag. Das tun andere Fan-Kulturen auch. Das Einzigartige am Metal ist aber, dass er diese Funktionen nun seit über 40 Jahren übernimmt und es auf jeweils ganz eigene Weise weltweit tut. Einzigartig ist aber auch die Unsichtbarkeit, mit der dies von statten geht. Im Kontrast zu Lautstärke und Pose seiner Konzerte und Ästhetik steht die Neigung des Metals, sich dem Blick zu entziehen. Metal ist zu alltäglich, um wirklich gesehen zu werden. Metal ist zu präsent, um da zu sein. Metal und seine Fans existieren im Herzen der Gesellschaft und doch auch auf eine ebenso merkwürdige Weise kulturell entrückt. Es bedarf eben eines Blicks wie den, den dieses Buch entwickelt, um den Metal ›wieder zu sehen‹. Erst wenn der Metalhead nicht mehr neben mir in der U-Bahn sitzt sondern auf einem indonesischen Kleintaxi, wird er (verstörend, verfremdet) für ein europäisches Auge wieder sichtbar. Gerade weil wir glauben, den Metal so gut zu kennen (er war ja immer da gewesen), verstehen wir ihn so wenig. Was bekannt ist, ist nicht unbedingt erkannt. Metal erscheint uns zu normal, als dass er uns als etwas Anderes, Größeres, Wichtigeres erscheinen könnte. Wir begreifen es als natürlich, dass ›man‹ irgendwann in seinem Leben laute Gitarrenmusik hört und sich die Haare wachsen lässt. Es erscheint uns als ein fast notwendiger Schritt der Adoleszenz. Aber wir sehen nur selten, das viele dieser ›mans‹ einfach gar nicht aufhören wollen, laute Musik zu hören, in bestimmte Clubs zu gehen und einen bestimmten Dresscode zu tragen. Und dass die es nicht tun, um ihre Eltern zu ärgern, sondern weil es ihnen etwas gibt. Metal produziert einen Überschuss an Sinn, der über Pubertät, Abgrenzung, Provokation und Eltern-ärgern hinaus geht, der schwer zu greifen ist, der aber, wie viele der wirklich wichtigen Dinge im Leben, auch ungreifbar bleiben darf. Wer will schon Liebe auf die fünfte Stelle nach dem Komma ausrechnen?

Und noch ein Klischee suspendieren die Bilder eindrücklich – nämlich das Klischee vom unpolitischen Metal und vom unpolitischen Metal-Fan. Wie unpolitisch kann eine community sein, die sich quer durch die Kontinente, Einkommensschichten, Bildungshintergründe und Generationenbrüche konstituiert? Auf eine bestimmte Weise ist Metal eine globale Kultur. Allerdings weniger, weil der Markt und die Industrie ein Produkt in die weltumspannende Vermarktungszirkulation geworfen haben, sondern viel eher, weil sich zwei wildfremde Menschen an einem ihnen unbekannten Ort über vielen Barrieren hinweg solidarisieren werden, wenn sie das T-Shirt ihrer jeweiligen Lieblingsband am anderen entdecken.

Wir wollen hier nicht die Macht der global agierenden Kulturindustrie im Treffen zweier sich unbekannter Megadeth-Fans aufgehoben sehen – das würde zu weit gehen. Dennoch artikuliert die globale Metal-Community eine veritable Dissidenz gegenüber dieser Industrie. Zum einen, weil die Community es schafft, die Notwenigkeit einer solchen Industrie anzuerkennen, diese Industrie dann aber irgendwie gleich selbst macht und sie dabei wie eine Parodie ihrer selbst aussehen lässt (wer das nicht glaubt, muss sich Andreas Geigers hervorragende Dokumentation »Heavy Metal auf dem Lande« über das größte Metal-Label Nuclear Blast anschauen) . Zum anderen aber, und das scheint wesentlicher, weil sie dem Globalen der Kulturindustrie vehement und zentral das Diktum des Lokalen entgegen stellt. Metal artikuliert sich vor Ort: im winzigen Festival, dem Konzert der lokalen Szenegröße, im Proberaumkeller. Und gerade das politisiert den Metal so ungemein: Metal stiftet Sinn und gibt Halt, spätestens sobald mehr als drei Metaller zusammen sind. Metal macht ein Angebot, aus einem reglementierten Alltag auszubrechen. Ist dieser Alltag lediglich durch Hausaufgaben und Müll-Rausbringen reglementiert, mag das politische Potential des Metals nicht sofort ersichtlich sein. Ist die Reglementierung jedoch durch Armut, Hautfarbe, einen Wächterrat oder den obersten Zensor bestimmt, dann können drei headbangende Metaller politischer nicht sein.

Der ›glokale‹ Metal ist auch eine widerständige Kultur, die auf hintergründige Weise eine Provokation für die Mehrheitskultur darstellt und gerade durch die sinnlichen, körperlichen Elemente auch den Menschen einen Freiraum in einer reglementierten Kultur verschafft. Metal, so könnte man etwas euphorisch formulieren, lässt sich als die einzig genuine Weltmusik bezeichnen: Auch wenn Metal eine eindeutige Ikonographie und eine elaborierte musikalische Form aufweist, so fügt er sich doch in die jeweiligen kulturellen Kontexte ein und bringt lokale Kulturen im globalen Maßstab hervor – wie nicht zuletzt die Bilder in diesem Buch zeigen.

Rolf F. Nohr

Erwähnte Quellen:

Heavy Metal auf dem Lande (BRD, 2006) R: Andreas Geiger

Walser, Robert (1993) Running With The Devil. Power, Gender and Madness in Heavy Metal Music. Hanover, London: Wesleyan University Press.

Tobias Winnerling (2011): »The same song and dance«. Kollektiver Individualismus und das Heavy Metal Universe. In: Rolf F. Nohr/ Herbert Schwaab (Hg.): Metal matters. Heavy Metal als Kultur und Welt. Münster: Lit, S. 457–476.

Freitag, 2. März 2012

Metalheads: Photography by Jörg Brüggemann

Exhibition at Gestalten Space
Date: March 16, 2012 - April 21, 2012
Location: Gestalten Space, Sophie-Gips-Höfe, Sophienstraße 21, 10178 Berlin
Vernisage: March 16, 2012, 18:00 - 20:00
Featuring a live performance by SUN WORSHIP (black metal from Berlin). Jörg Brüggemann will be in attendance. Admission: Free

With the show “Metalheads,” Gestalten presents vivid images that capture the lives and passion of heavy metal fans from around the world. Over the last three years, Jörg Brüggemann, member of the respected agency Ostkreuz, travelled to Argentina, Brazil, Indonesia, Malaysia, Egypt, Germany, Austria, Switzerland, and the United States to photograph these fans known as metalheads. In some of the resulting portraits, it looks as if Brüggemann not only travelled to different countries but back in time to the 1980s, the period of heavy metal’s supposed peak. But all of these images have one thing in common: they show that no matter who metalheads are or where they come from, they are united by their music across borders, generations, genders, religions, and social classes.

The show will also feature Brüggemann’s other photographs of the metal scene. Shots taken at concerts catapult the viewer directly into the mosh pit. The atmosphere is captured so authentically that one can practically smell the beer and sweat and hear the ringing in one’s ears.

73 To coincide with the show, Gestalten is releasing the book Metalheads: The Global Brotherhood that presents a wider selection of Jörg Brüggemann’s photographs. The images are complemented by informative texts that put the global metal scene into context, share personal experiences, and describe the evolution of this musical genre from its humble beginnings until the present day. Each book contains a complimentary CD sampler from Nuclear Blast, the world’s biggest independent heavy metal label.

A limited number of signed copies of the book will be available for purchase at the show.

Jörg Brüggemann, born in 1979, studied photography at the University of the Arts Bremen under the guidance of Professor Peter Bialobrzeski. Since September 2008 he has worked as a freelance photographer for German magazines including ZEIT Magazin, DUMMY, and NEON. He became a member of the respected photographer agency Ostkreuz in October 2009. Brüggemann lives and works in Berlin.

Dienstag, 24. Januar 2012

Metal-Periodensystem
























... es scheint eine merkwürdige Korrelation von Metal und Naturwissenschaften zu bestehen (s. auch hier). Jedenfalls suggeriert dieses Periodensystem die potentielle Existenz von weiteren unentdeckten Elementen im Metal-Universum. United Metaleggheadz - go for your Bunsenbrenner!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Fan-Mags: der user generated content der Prä-Internet-Ära

Da war doch was. Noch bevor wir (in diesem Falle meint "wir": alle ab 30+) den ganzen Tag in irgendwelchen Metal-Foren herumgesurft und gepostet haben, haben wir doch auch irgendwoher all diese nice-to-knows bekommen, dieses ganze Kompendium des nutzlosen Wissens? Genau: aus diesen ganz und gar wunderbaren handgemachten, schrummelig layouteten und mit Herzblut geschriebenen Fan-Magazinen in Kleinstauflage…
Nochmal reingucken wollen? Oder gar: Noch drei Umzugskartons voller Fanzines im Keller, die keine Unibibliothek als Stiftung annehmen will? Dann gäbe es hier ein prachtvolles Angebot:
»SEND BACK MY STAMPS! is a site dedicated to reproducing interviews and ephemera from Fanzines produced in the early days of the (death/thrash/black etc.) metal underground. This era was notable for its pre-internet production of DIY media, that followed the punk tradition born out of the 80s, and gave life and communication to a disparate, global fan base within the then nascent thrash/death/black/grind underground. I will post as many interesting pieces as I can whenever I can, mostly stemming from the stacks of zines I collected from the mid/late 1980′s until the late 1990′s period, before the internet (mostly) killed the DIY print media underground. A lot of these Zines will fade into history and be forgotten, so here is a place to hopefully immortalize the endless hours of work that went into getting the death/black/metal underground started in the glory days of yesteryear.«

Montag, 16. Mai 2011

Call for Papers: Participations Special Issue: Music and Audiences

Proposals are sought for a special issue of Participations:
Journal of Audience and Reception Studies on music and audiences. The theme of this issue will be an
examination of the music audience from a range of perspectives, with both theoretical and empirical research
welcomed on all aspects of music and reception. The issue would also particularly be interested in proposals that
consider music audiences in the context of debates over technology and the Internet, and in articles which focus on
issues of genre, different music fan cultures, or the specifics and particularities of music audiences, due to contexts
such as sexuality, generation or nationality.
Proposals are welcomed on, but not limited to, the following possible topics:
-­-­ Music fandom (s);;
-­-­ Music audiences, technology and the Internet;;
-­-­ Music audiences in regional, local, national and international contexts;;
-­-­ Representations of, and audience responses to, gender and sexuality;;
-­-­ Film, television and the music audience;;
-­-­ Music taste(s) and genres;;
-­-­ Responses to political engagement in music;;
-­-­ Generational music audiences;;
-­-­ Celebrity and stardom;;
-­-­ The live music experience;;
-­-­ Discussions of music engagement and meaning.
Please submit article proposals of no more than 300 words, along with a 200 word author biography to Dr Lucy
Bennett
(BennettL@cf.ac.uk) by 11 July 2011. Please also contact Lucy with any queries or requests for further information.
Completed articles will have a submission deadline of 10 January 2012.
Please note that Participations operates an open-­refereeing policy. For more information see the website
(http://www.participations.org).

Montag, 16. August 2010

"Das Ornament der Masse"


"Mit den Tillergirls hat es begonnen. Diese Produkte der amerikanischen Zerstreuungsfabriken sind keine einzelnen Mädchen mehr, sondern unauflösliche Mädchenkomplexe, deren Bewegungen mathematische Demonstrationen sind. Während sie sich in den Revuen zu Figuren verdichten, ereignen sich auf australischem und indischen Boden, von Amerika zu schweigen, in immer demselben dichtgefüllten Stadion Darbietungen von gleicher geometrischer Genauigkeit. Das kleinste Örtchen, in das sie noch gar nicht gedrungen sind, wird durch die Filmwochenschau über sie unterrichtet. Ein Blick auf die Leinwand belehrt, dass die Ornamente aus Tausenden von Körpern bestehen, Körpern in Badehosen ohne Geschlecht. Der Regelmäßigkeit ihrer Muster jubelt die durch die Tribünen gegliederte Menge zu."
(Siegfried Kracauer, Das Ornament der Masse, Frankfurt am Main 1977, 50-63)

Donnerstag, 10. Juni 2010

Fanethnologie

Eine der interessantesten und ergiebigsten Bereiche der Metal-Forschung ist sicher die Beschäftigung mit dem Fan (nebenstehend ein weiblicher Endstille-Fan auf der WGT2009, fotografiert von Birgit Richard). Neben wenigen und verstreuten wissenschaftlichen Ansätzen (bspw. eben von Birgit Richard oder Bettina Roccor und Birgit Simon im deutschsprachigen Raum) ist hier bis dato wenig gearbeitet worden.
In diesem Zusammenhang sei aber auf das engagierte Projekt Erika Beckers auf powermetal.de verwiesen: es finden sich dort einge sehr aussagekräftige Fanportraits